Assoz. Univ.-Prof.in Mag.a Dr.in Martina Schickmair

„Die rechtlichen Rahmenbedingungen der Anwaltstätigkeit wissenschaftlich aufzuarbeiten, ist ein Anliegen, das volle Unterstützung verdient. Es ist höchst an der Zeit, das Anwaltsrecht aus seinem Tiefschlaf zu wecken und es institutionell einer wissenschaftlichen und anwendungsorientierten Forschung zuzuführen.“

VPdOGH Univ.-Prof. Dr. Matthias Neumayr (Vorsitzender des Beitrats)

„Die österreichischen Verfahrensordnungen binden die Rechtsanwälte als berufsmäßige Parteienvertreter stark in das gerichtliche Verfahren ein. Gerichte haben daher ein großes Interesse an einem funktionierenden, kompetenten Anwaltsstand.“

RA Hendrik Puschmann, LL.B., MA, MPhil (Beirat)

„Das Institut ist nicht nur für Österreich bahnbrechend. Im Zusammenspiel internationaler Rechtsvertreter – besonders in internationalen Schiedsverfahren – sind Ethik, Normen und Verhaltensregeln (‚professional conduct‘) das vielleicht dringlichste Forschungsthema. Und mit Sicherheit das interessanteste. Hier mitzuarbeiten ist eine Freude.“

Rechtsanwälte sind eine tragende Säule des österreichischen Rechtsstaats. Sie arbeiten in einem hochsensiblen Umfeld, ihre Beziehung zu den Mandanten lebt von strengster Vertraulichkeit. Diese besondere Rechtsbeziehung und die zentrale Stellung im System der Rechtspflege bringen viele juristische Fragen mit sich, die in Österreich zu einem guten Teil noch wenig wissenschaftlich aufgearbeitet sind. Außerdem wird in der juristischen Ausbildung zu wenig vermittelt, dass erfolgreiche Anwälte und Anwältinnen vielmehr ausmacht als gute theoretische Rechtskenntnisse.

Zentrale Anliegen

Plattform

Wir möchten eine Plattform für den Austausch zwischen Rechtsanwaltschaft, Wissenschaft und Justiz etablieren. Aus allen Bereichen konnten bereits namhafte Personen für den Beirat gewonnen werden, außerdem wird eng mit der Standesvertretung der Anwälte zusammengearbeitet.

Praxiserfahrung

Hervorragende Rechtsanwälte und Rechtsanwältinnen vermitteln den Studierenden ein realistisches Bild vom Anwaltsberuf und bereichern den Unterricht durch praktische Erfahrung.

Forschung

Das Anwaltsrecht ist in Österreich noch wenig als wissenschaftliche Disziplin verankert. Grundlegende Fragen – etwa zur Haftung von Anwält*innen, zum anwaltlichen Auftragsverhältnis – harren einer vertieften Untersuchung. Nicht zuletzt bedarf es auch Rechtstatsachenforschung, beispielswiese zum Zugang des einzelnen Bürgers zum Recht und der Bedeutung des Anwaltsstandes dafür. Ein wesentlicher Aspekt dafür ist die Leistbarkeit rechtlicher Beratung und damit auch die Frage nach der Vergütung anwaltlicher Leistungen.

Zukunft

In Zeiten von LegalTech, sinkenden Anfallszahlen  bei den Zivilgerichten und verschiedener anderer Umwälzungen müssen Perspektiven für die Zukunft des Standes der Rechtsanwält*innen entwickelt werden. Dies gilt ganz besonders für Themen wie Frauen in der Rechtsanwaltschaft oder der Möglichkeiten von Teilzeitbeschäftigungen.

Wer steht hinter dem Linzer Institut für Anwaltsrecht?

Das „Institut für Anwaltsrecht und Rechtsdurchsetzung an der Johannes Kepler Universität Linz“ wurde von Univ.-Prof. Dr. Andreas Geroldinger (Linz) und assoz. Univ.-Prof. Dr. Sebastian Bergmann, LL.M. MBA (Linz/Wien, derzeit Rechtsanwaltsanwärter) ins Leben gerufen. Es ist als Verein organisiert (ZVR-Zahl 1491920041), der an die JKU angegliedert ist. Seinem Leitungsorgan – den Institutsrat – gehören noch RA Dr. Johannes Mayrhofer (Linz/Steyr), Dr. Moritz Radler (Bereichsleiter Recht & Risikomanagement der JKU Linz, Rechtsanwaltsprüfung absolviert) und assoz. Univ.-Prof. Dr. Martina Schickmair (Linz, Rechtsanwaltsprüfung absolviert) an.

INSTITUT FÜR ANWALTSRECHT

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